Manuela Dollenz

Direktorin, Klassenlehrerin 4A, Unterrichtsfach Glück, AG Informatik - Volksschule

Schon vom Kindergarten an war mir klar, dass ich irgendwann einmal mit Kindern arbeiten möchte. So fing es wie bei vielen an, dass Kindergartenpädagogin mein Berufswunsch war. Dieser Traum hielt lange an. Später wollte ich Kinderpsychologin werden. Während des Studiums bemerkte ich allerdings, dass mich dieses Schubladendenken sehr störte und ich in den Kindern mehr sehen wollte. Also wechselte ich meine Studienrichtung auf Deutsch und Psychologie/Philosophie als Unterrichtsfach. Nach dem ersten Studienabschnitt und ersten Praktika in Schulen merkte ich wiederum, dass dies noch nicht ganz mir entsprach und, dass mir die jüngere Altersgruppe besser liegen würde. Also wechselte ich abermals an die PH Wien und begann dort mein Lehramtsstudium für die Volksschule. Nebenbei arbeitete ich in einem Theater im Publikumsdienst, in einem Studierendenheim in der Verwaltung und in einem Hotel an der Rezeption. Hier lernte ich unheimlich viele liebe Menschen kennen. Wenn ich zurückdenke, empfinde ich die Zeit als Studentin als eine sehr lehrreiche, die mich immer mehr zu mir selbst geführt hat. Jeden Tag versuche ich das Gleiche in meinem Unterricht. Die Kinder dabei zu begleiten, zu entdecken, was ihre wirklichen Talente sind. Bei Enttäuschungen für sie da zu sein und ihnen eine Richtung zu weisen, in der sie sich entfalten können. Mein Ziel ist es, die Kinder zu selbstständigen, selbstbewussten Menschen wachsen zu lassen. Ich möchte, dass sie stets das Gefühl haben „richtig“ zu sein. Da ich merke, dass es noch so viel Wissen zu entdecken gibt, bilde ich mich auch stets weiter. Manchmal zeigen mir Kinder ein Rätsel auf und ich möchte dieses Rätsel unbedingt lösen. Zurzeit mache ich ein Fernstudium als Legasthenie- und Dyskalkulie-Trainerin. Ich merke, dass viele Kinder große Schwierigkeiten in diesem Bereich haben und möchte sie auch hierbei kompetent begleiten. Ich bin unheimlich dankbar, auf meinem Weg an der privaten Phönix Volksschule gelandet zu sein. Es ist ein besonderes Glück, wenn die Kolleginnen auch zu guten Freunden werden. In unserem familiären Umfeld ist das Lernen und Arbeiten etwas ganz Besonderes. Auch Lehrerinnen haben Freizeit. Diese Zeit gehört zum großen Teil meinem 4-jährigen Sohn, der mir jeden Tag die Welt mit seinen Augen zeigt und mir so unheimlich viel beibringt. Außerdem gehe ich gerne wandern, ins Theater und auf Konzerte.

Mein bestes Erlebnis als Lehrerin

Mein beruflicher Werdegang als Volksschullehrerin begann in einem Sonderpädagogischen Zentrum. Hier traf ich viele Kinder, die große Schicksale erlebt hatten. Ein Mädchen war besonders schwer zu knacken und forderte mich unheimlich heraus. Nach einem guten halben Jahr hatten wir ein so großes Vertrauensverhältnis aufgebaut, dass sie lernte und mit mir über ihre Probleme redete. Als ich die Schule verließ umarmte sie mich sogar. Dies zeigte mir, dass ohne einem Vertrauensverhältnis ein Unterricht unmöglich ist – zumindest bei diesen Kindern.